Familienforschung: erste Schritte

Wenn Sie mit Ihrer Familienforschung beginnen möchten, dann macht es Sinn, dabei systematisch vorzugehen. Hier ein kurzer Überblick über die ersten Schritte:

Erster Schritt: Sichten und Ordnen vorhandener Dokumente

Sicherlich haben Sie Kisten und Alben mit alten Fotos und Dokumenten im Schrank, die die Grundlage für Ihre Familienchronik bilden können.

Besonders interessant sind hier Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden, Familienstammbücher, Ahnenpässe aus der Nazizeit und andere  offizielle Dokumente.
Aber auch aus alten Briefen usw. erfährt man viel über das Leben, die Probleme und die Denkweise der Vorfahren und Verwandten.

In den offiziellen Dokumenten können sie schon einmal die Namen und wichtigsten Daten Ihrer nächsten Verwandten finden.
Wenn sie jetzt auch noch die Personen auf den vorhandenen Fotos identifizieren können, dann haben Sie schon eine gute Datenbasis.

Tipp: Bei Fotos immer auf der Rückseite notieren, wer abgebildet ist, wo und wann. Das entlastet Ihr Gedächtnis und nachfolgende Familienforscher werden Ihnen dankbar sein.

Zweiter Schritt: Verwandte befragen

Fragen Sie Ihre Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel usw. ob diese noch Familiendokumente und Fotos haben. Wenn die Verwandten die Unterlagen nicht aus der Hand geben möchten, dann bitten Sie um Kopien.

Bei dieser Gelegenheit können Sie dann auch gleich über Lebensereignisse, Anekdoten und andere interessante Geschichten aus der Familie sprechen, nach weiteren Verwandten fragen usw. Sie werden sich wundern, was dabei alles zu Tage tritt, was Sie alles noch nicht gewusst haben.

Tipp: Zeichnen Sie die erzählten Familiengeschichten auf. Entweder indem Sie sich Stichworte notieren, oder indem Sie ein Diktiergerät oder die Sprachmemo-Funktion Ihres Smartphones mitlaufen lassen. Es wäre doch schade, wenn Sie die alten Geschichten wieder vergessen würden. Außerdem kann man so auch Details noch mal nachlesen bzw. anhören.

Dritter Schritt: Daten vervollständigen

Sie werden feststellen, dass Ihnen noch zu vielen Familienmitgliedern Angaben fehlen.
Die fehlenden Daten können Sie nun in Standesämtern, Einwohnermeldeämtern und Kirchenbüchern recherchieren.

Auch alte Adressbücher, Gefallenenlisten aus den Weltkriegen usw. sind hier sehr nützlich.

Tipp: In vielen Regionen gibt es genealogische Vereine, die Ihnen bei der Suche nach Vorfahren aus der Region gerne helfen.

(Dieser Beitrag stammt von unserer Website familiengeschichte-erforschen.de)

 

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